Allgemein

Am 12.4.2018 findet die Mappenberatung statt.

Zwischen 10-15 Uhr wird dir die Möglichkeit gegeben zu zeigen was dich beschäftigt, und woran du bisher gearbeitet hast.
Ebenfalls ist die Mappenberatung durch Vereinbarung möglich.
Anmeldungen bitte unter: mackert@adbk-nuernberg.de

Informationen zur Bewerbung an der AdBK Nürnberg
AdBK Nürnberg

Wir versenden Einladungen zu Ausstellungseröffnungen der Klasse.

Bei Interesse einfach eine eMail an schmuckundgeraet@adbk-nuernberg.de schreiben, dann nehmen wir den Absender in unseren Verteiler auf.



Einladung zur Jahresausstellung

05. Juli — 08. Juli 2018

Eröffnung

Mi 04. Juli, 19 Uhr

Sommerfest

Sa 07. Juli, ab 19 Uhr

Öffnungszeiten

täglich 10 bis 20 Uhr

Jury der Akademiepreise
Prof. Eva Maria Stadler (Universität für angewandte Kunst Wien)
Dr. Christine Litz (Museum für Neue Kunst Freiburg)
Milan Ther (Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft)

"Fest"
kuratiert von Ellen Blumenstein, Gastprofessorin für
kuratorische Theorie und Praxis

Motiv zur Jahresausstellung 2018, digitale Fotografie von Lorena Thunn, Klasse für Grafik-Design/Visuelle Kommunikation

AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE IN NÜRNBERG
Bingstraße 60 | 90480 Nürnberg | 0911 9404 0 |
adbk-nuernberg.de



Preis im Dannerklassenwettbewerb "Spektakel"

für Layla Naomi Loebel, Rosanna v. Angerer und Katja Köditz

Jury-Mitglieder:

Dr. Eva Kraus (Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg)
Volker Atrops
Prof. Sebastian M. Kretzschmar und Prof. Jan Thomaneck (Famed)

1. PREIS: LAYLA NAOMI LOEBEL

Layla Naomi Loebel präsentierte ihre Arbeit in einem performativen Akt – also als Spektakel selbst.
Als Ausgangsmaterial nutzte sie einen Zuckerring, den sie mittels Körperwärme und Eintauchen in Speisestärke zu (ver-)formen begann. Durch wiederholtes Drehen und Strecken entstand letztlich ein Geflecht aus unzähligen hauchdünnen Einzelfäden. In ihrer Darbietung ließ sie den Betrachter sowohl am Entstehungsprozess als auch am Risiko des Scheiterns teilhaben. Im Moment der Fokussierung auf das Material als potentielle Süßigkeit hängte sich Layla Naomi Loebel das Zuckergeflecht unerwartet um den Hals und schaffte damit einen situativen Clou – einen Moment aus Überwältigung und Verführung. Die räumliche Inszenierung, der Verweis auf kulturelle Riten, die Teilhabe des Publikums am Entstehungsprozess sowie die Flüchtigkeit des Ereignisses selbst waren für die Jury überzeugend.

Layla Naomi Loebel | 2018

2. PREIS: ROSANNA V. ANGERER

Für den 2. Platz wählte die Jury die Arbeit von Rosanna von Angerer aus. Mit einer nach innen verspiegelten Brille – Titel 'Schau Dir in die Augen' - wirft sie den Betrachter/ die Betrachterin auf sich selbst zurück. Von der Umgebung abgeschirmt und auf sich gestellt, erzeugt das Tragen der Brille einen intimen Moment und eröffnet zugleich eine cineastische Perspektive auf ein überdimensioniertes Auge, welches das Resultat einer optischen Täuschung aus beiden Augen des Betrachters/der Betrachterin ist. Auf dem Buchcover der amerikanischen Ausgabe der Gesellschaft des Spektakels von Guy Debord sind Besucher*innen eines 3D-Kinos zu sehen, die alle dieselbe Brille tragen und in die gleiche Richtung blicken. Nach Debord ist es die Gesellschaft und nicht die Technologie, die das Kino zu dem macht, was es ist. Man könnte meinen, dass die Brille von Rosanna von Angerer dahingehend einen Bezug zu Debord herstellt, indem sie metaphorisch auf die Möglichkeit von Technologie verweist, das erzeugte Bild jedoch auf beeindruckende Weise die Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft befragt. Auch die humorvolle Doppeldeutigkeit als Schmuckaccessoire und »dysfunktionalem« Brillenobjekt hinterließ bei der Jury einen nachhaltigen Eindruck.

Rosanna v. Angerer | Schau dir in die Augen! | 2018

3. PREIS: KATJA KÖDITZ

Katja Köditz stellte mit ihrer Präsentation das Verhältnis zwischen dem Körper als bildhauerischem Objekt und dem Objekt als Körper(-teil) zur Disposition. Darüber hinaus wurde der Ausstellungsraum als Präsentationsort geschickt in das Projekt miteinbezogen.
Zunächst unscheinbar positionierte sie einen vergoldeten Ohrstecker in der Wand, der erst später, während ihrer performativen Präsentation, Aufmerksamkeit erlangte, indem er zum verbindenden Element zwischen der Wand und dem Ohr einer Kommilitonin wurde. Das einfache, funktionale Instrument des Ohrsteckers verhaftet die „Trägerin“ im Raum – und macht diesen somit selbst zum Schmuckstück.
Kräfteverhältnisse wurden hier ebenso verhandelt wie Fragen zum White Cube, zur Autonomie eines Kunstwerks als auch dessen Verhältnis zur Wirklichkeit. Ihre kritisch-reflektierende Haltung in Bezug auf das Spektakel und gesellschaftliche Normen würdigte die Jury mit dem 3. Platz.

Katja Köditz | gallery piece | Gold | 2018